
KONZEPT
Das Konzept der Brauhaussiedlung orientiert sich an den wesentlichen Bedürfnissen
der künftigen Bewohner:innen. Folgende Aspekte werden dabei berücksichtigt:

Gemeinschaft
Das Wohnumfeld ist Rückzugsort mit ungestörter Ruhe, aber auch ein Ort für gemeinschaftliche Kontakte. Es entstehen Lebensräume, in denen Menschen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Die Brauhaussiedlung bietet mehr als nur modern gestaltete Häuser, sie berücksichtigt unterschiedliche Anforderungen des Lebens und Zusammenlebens.
Verkehrsberuhigt
Trotz innerstädtischer Lage wird ein verkehrsfreies, beruhigtes Wohnen ermöglicht. Dies erfolgt nicht nur durch den Bau der autofreien Wohnwege, Plätze und Gassen, sondern auch durch eine äußere Abschirmung der Siedlung. Die nördlich angrenzende Poppitzer Straße ist verkehrsruhig, die etwas befahrenere Doktor-Külz-Straße im westlichen Bereich wird abgeschirmt durch die vorhandene höhere Bebauung. Die Brauhausstraße ist die Hauptzuwegung zu der Brauhaussiedlung, an der sich im unteren Bereich 36 Parkplätze befinden. Der anschließende Heimweg ist ein Fußweg, über den kein Straßenverkehr stattfindet.
Auch im östlichen Bereich ist der Abstand zur nächsten Straße so weit, dass kein Verkehrslärm von dort zu hören ist.


Flächensparend
Die Brauhaussiedlung begrenzt die Flächen der Bewohner:innen auf die Garten- oder Terrassenflächen, die die jeweiligen Bewohner privat bewohnen und bewirtschaften können. Versiegelt sind in den Grundstücken für Einzel-, Doppel- und Stadthäuser nur die unmittelbar mit den Gebäuden bebauten Flächen. Wege und Abstellflächen für Kraftfahrzeuge gibt es dort nicht. Die Wohnwege werden mit wasserdurchlässigen Kiesmaterialien erstellt. Durch das Zusammenlegen von Müllplätzen, Fahrradgaragen und Kfz-Stellplätzen werden die privaten Grundstücksflächen entlastet und gleichzeitig Flächen reduziert. Die Brauhaussiedlung bietet damit eine flächenschonende Alternative zur Vorstadtsiedlung, bei der die Grundstücke oft noch 600 qm groß sind und durch verschiedene Abstellflächen viel stärker versiegelt werden.
Nachhaltig
Oberflächenentwässerung
Zur Entlastung der öffentlichen Kanalisationsanlagen wird der 8 m tiefe und 120 qm große ehemalige Bierkeller als Gemeinschaftsrigole genutzt. An heißen Sommertagen wird an zwei Stellen eine kühlende Wasserwand aufgebaut, die durch vorher in Zisternen gespeichertes Regenwasser versorgt wird.
Elektroladestationen
Die Siedlung bietet neben 36 Anschlüssen für Elektroladeparkplätze auch mehrere Fahrradgaragen, die auch für E-Bikes Lademöglichkeiten bieten.
Recycelbare Baustoffe
Beim Bau der Häuser werden keine Styropordämmungen verwendet, sondern Protonensteine mit einer natürlichen Perlitfüllung. Beides ist recycelbares Naturmaterial. Beim späteren Abriss kann das Ziegelmauerwerk einheitlich geschreddert und wiederverwendet werden. Auf Wunsch können die Häuser auch vollständig in Holzbauweise hergestellt werden.
